Die Elbe und ihre Nebenflüsse sollen sauberer werden
Berlin/Dresden/Leipzig/Riesa/Torgau. Mit dem Ziel, die Wasserqualität der Elbe und ihrer Nebenflüsse zu verbessern und nachhaltig zu sichern, hat jetzt die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft der Wasserversorger im Einzugsgebiet der Elbe (AWE) ihre Arbeit aufgenommen. Zuvor hatten Untersuchungen der beteiligten Versorgungsunternehmen während der vergangenen fünf Jahre gezeigt, dass die Belastung der relevanten Flüsse mit anthropogenen, also vom Menschen erzeugten, Stoffen kontinuierlich zunimmt.
Fünf Unternehmen - fünf Millionen Menschen
In der AWE engagieren sich die Berliner Wasserbetriebe, die DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH, die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH, die KWL - Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH und die Wasserversorgung Riesa-Großenhain GmbH. Alle fünf Unternehmen betreiben an der Elbe bzw. ihren Nebenflüssen so genannte Uferfiltratwasserwerke bzw. beziehen Wasser von diesen. Dabei wird das Rohwasser zur Trinkwasseraufbereitung aus Brunnen in Flussnähe gewonnen. Das Trinkwasser aus diesen Anlagen bildet die Lebensgrundlage für rund fünf Millionen Menschen.
Mensch-gemachte Stoffe belasten Gewässerqualität -
Die Forderungen der AWE
Von Beginn der 1990iger Jahre an hat sich die Wasserqualität der Elbe und ihrer Nebenflüsse deutlich verbessert. Jedoch beobachten die Versorger seit etwa fünf Jahren eine messbare Gewässerbelastung mit neu zu überwachenden Stoffen. Dabei handelt es sich vordringlich um vom Menschen erzeugte Stoffe, wie zum Beispiel Rückstände aus Arzneimitteln oder chemischen Produkten. Da die Qualität des Uferfiltrats maßgeblich durch die Qualität des Oberflächen-, also des Flusswassers, bestimmt wird, müssen manche Wasserversorger mit zusätzlichem Aufbereitungsaufwand reagieren, um eine gleich bleibend hohe Trinkwasserqualität sicherzustellen.
Vordringliches Ziel der AWE ist es daher, die Wasserqualität der Elbe und ihrer Nebenflüsse nachhaltig zu verbessern. Damit will die Arbeitsgemeinschaft die Voraussetzung schaffen, das Trinkwasser im Einzugsgebiet der Elbe langfristig mit naturnahen Aufbereitungsverfahren gewinnen zu können. Hierfür hat die AWE einen Katalog von Forderungen erstellt, den sie aktiv in den politischen Entscheidungsprozess einbringen wird. Hauptforderung ist, dass die Wasserqualität der Elbe und ihrer Nebenflüsse nicht unter das derzeitige Niveau sinken darf und mittelfristig verbessert werden muss. Dabei soll die Konzentration der für die Trinkwasseraufbereitung als relevant erkannten organischen Spurenstoffe im Flusswasser den Wert von 0,1 Mikrogramm pro Liter (µg/l) nicht überschreiten. Für Substanzen mit gentoxischem Potenzial soll ein Konzentrationsmaximum von 0,01 µg/l pro Einzelsubstanz im Flusswasser gelten. Um dies zu kontrollieren, führen die Mitgliedsunternehmen ein abgestimmtes und regelmäßiges Untersuchungsprogramm zur Wasserqualität durch.
Berliner Wasserbetriebe machen sich stark für nachhaltigen Gewässerschutz
Die Berliner Wasserbetriebe sind Gründungsmitglied der AWE. Das Unternehmen versorgt in Berlin und Umgebung rund 3,5 Millionen Menschen mit Trinkwasser, das aus dem Grundwasser entlang der Flussläufe von Spree und Havel gewonnen wird. „Beide Flüsse, deren Wasserqualität in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist, gehören zum Einzugsgebiet der Elbe. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, in der Arbeitsgemeinschaft mitzuarbeiten“, erklärt Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe. „Als Unternehmen haben wir ein direktes Interesse, vor allem tragen wir aber gegenüber den Menschen der Berliner Region die Verantwortung, uns für die Gewässerqualität einzusetzen.“ Zwar sei in Deutschland kein Wassermangel zu befürchten, so Simon. Dennoch gehöre dem Schutz der Ressourcen höchste Aufmerksamkeit, damit auch künftige Generationen bestes Trinkwasser mit naturnahen Methoden gewinnen können.“
Steckbrief:
AWE - Arbeitsgemeinschaft der Wasserversorger im Einzugsgebiet der Elbe
Mitglieder:
Berliner Wasserbetriebe
DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH
Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH
KWL - Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH
Wasserversorgung Riesa/Großenhain GmbH
Ziele:
Verbesserung der Wasserqualität der Elbe und ihrer Nebenflüsse
Sicherung bzw. Ermöglichung einer Trinkwassergewinnung mit naturnahen Aufbereitungsverfahren
Zweck:
Interessenvertretung in politischen Entscheidungsprozessen
Aktivitäten:
abgestimmte Arbeits- und Messprogramme der Mitglieder
gemeinsame Ergebnisberichte
Formulierung von Qualitätsanforderungen an Fließgewässer
Öffentlichkeitsarbeit u.a. auf http://www.awe-elbe.de/
-
22.12.2009Ausschreibung für die kommenden zehn Jahre gewonnen
-
18.12.2009Internet-Service deutlich ausgeweitet - Kunden können jetzt ihre Rechnungen online abrufen
-
08.12.2009Am Weigandufer in Neukölln entsteht ein intelligentes Öko-Speichersystem
-
25.11.2009Wasserbetriebe-Gesellschafter RWE und Veolia spendieren SodaJets
-
05.11.2009Wasser-Museum zeigt „Zeugnisse der Teilung. Kanalisation im geteilten Berlin“
-
02.11.2009Je nach Belastung wird versickert, vor Ort oder auch im Klärwerk gereinigt
-
30.10.2009Zwischen Helmholtzstraße und Siemensstraße wird gebaut
-
30.10.2009Maßnahmen zur Erhaltung des Natura 2000-Gebietes Wasserwerk Tegel
-
29.10.2009Früheres Baustraßen-Provisorium bekommt dauerhaften Sinn
-
28.10.200933 Mio. € in komplette Erneuerung des Klärwerks Münchehofe investiert
-
30.09.2009Pankow: Berliner Wasserbetriebe investieren 2,2 Mio. € in moderne Leitungen
-
24.09.2009Arbeit bei der Schaffung von neuen Standards gewürdigt
-
04.09.2009
-
04.09.2009Bio-Brotbox und Trinkflasche auch in diesem Jahr für alle Erstklässler
-
31.08.2009Familienfest am 5. September / Live-Musik u.a. mit Ohrbooten und Oceana
-
15.07.2009Striktes Energiemanagement und Klärschlamm als nachwachsender Rohstoff
-
06.07.2009In Wansdorf wird seit 1999 Abwasser aus Berlin und Brandenburg geklärt
-
23.06.2009Tag der offenen Tür: Azubis der Wasserbetriebe stellen sich und ihre Berufe vor
-
18.06.2009Deutsche Umwelttechnik für Klärwerke in Yuanping und Nanchang
-
16.06.2009Wasserversorger gründen Arbeitsgemeinschaft zur Sicherung einer naturnahen Trinkwassergewinnung
-
16.06.2009Patentierte Salze aus nachwachsendem Rohstoff machen Tiergarten fit
-
11.06.2009Am 13. Juni beantworten das Kompetenzzentrum Wasser Berlin und die Berliner Wasserbetriebe auf der Langen Nacht der Wissenschaften alle Fragen rund ums Wasser
-
09.06.2009Rekordbeteiligung beim 5x5-km-Lauf im Tiergarten
-
29.05.2009Wissenschaftler baden an
-
13.05.2009Wasserbetriebe wechseln jährlich bis zu 2.900 Anschlüsse aus
-
13.05.2009Wasserbetriebe erfrischen große und kleine Karnevalisten
-
11.05.2009Alles klar: Abwasserexperten der Großstädte diskutieren in Berlin die Zukunft
-
14.04.20093,2 Mio. € am Klärwerk Stahnsdorf umweltfreundlich investiert
-
02.04.2009Jahresbilanz 2008: Operatives Ergebnis verbessert/Weichen für Zukunft gestellt
-
01.04.2009Sightseeing einmal anders – Baustellentag zur WASSER BERLIN
-
31.03.2009Rede von Jörg Simon auf der Pressekonferenz zur wat 2009, der Wasser-fachlichen Aussprachetagung im Rahmen der Messe WASSER BERLIN
-
31.03.2009Mitarbeiter der Wasserbetriebe als Paten bei Taufe von Flusspferd-Mädchen
-
31.03.2009Rede von Jörg Simon zur Eröffnungspressekonferenz der Messe Wasser Berlin
-
24.03.2009Erfolgreiche Kooperation mit Partner:Schule-Wirtschaft
-
18.03.2009Steuererstattung für Hausanschluss-Arbeiten auch rückwirkend bis 2000
-
13.03.2009Natürliche Radioaktivität gibt es überall/Berliner Trinkwasser ist gut und gesund
-
26.02.2009
-
25.02.2009Verkehrsbeeinträchtigung in Rudow am Wochenende
-
28.01.2009Technik-Vorstand Dr.-Ing. Georg Grunwald zu Diskussionsschwerpunkt bei der Wasser Berlin 2009
-
19.01.2009Kompensation für Flächenverlust im Friedenthal-Park


2009