Kopie von EU-Recht regelt Wasserhärte neu
Berliner Wasser bleibt aber wie bisher - hart und gesund
Am 4. Mai 2007 ist die Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes (WRMG) in Kraft getreten, mit der eine Anpassung an EU-Recht erfolgt. Eine der Neuregelungen betrifft die Wasserhärtebereiche, von denen es ab dato nur noch drei statt vormals vier gibt. An der Härte orientiert sich die Waschmitteldosierung, zu der die meisten Hersteller auf den Packungen Empfehlungen abgeben. Je höher der Gehalt der Mineralien Calcium und Magnesium, umso härter das Wasser und umso höher die Waschmittel-Dosis und umgekehrt, lautet dabei die Faustregel. Die Härte beeinflusst aber nicht nur die Waschkraft eines Waschmittels, sondern auch den Geschmack des Wassers.
Bisher gab es die Härte-Kategorien weich (1), mittel (2), hart (3) und sehr hart (4). Die neuen Bereiche unterscheiden sich allerdings kaum von den alten. Lediglich werden die Bereiche 3 und 4 zum Härtebereich "hart" zusammengelegt und die Ziffern 1, 2, 3 und 4 werden durch die - bereits benutzten - Beschreibungen "weich", "mittel" und "hart" ersetzt, die alte 4 ("sehr hart") entfällt. Und die Angabe "Grad deutscher Härte" (°dH) wird durch die Angabe "Millimol Calciumcarbonat je Liter" ersetzt. Weich steht nun für weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter, mittel für 1,5 bis 2,5 mmol/l und hart für mehr als 2,5 mmol/l.
Das Berliner Wasser bleibt wie es ist, obwohl es durch die EU rein semantisch weicher wird. Lag seine Härte früher zwischen "hart" und "sehr hart", so ist es künftig nur noch "hart".
Die Wasserhärte in Berlin kann man zusammen mit anderen Analysewerten des Trinkwassers postleitzahlenscharf hier nachlesen. Ein neuer Aufkleber für die Waschmaschine erinnert an die Berliner Härtestufe. Er kann per E-mail unter service@bwb.de angefordert werden und ist im Kundenzentrum Neuen Jüdenstr. 1 in 10179 Berlin erhältlich.
Übrigens kann auf Vollwaschmittel, die viel Bleichmittel und optische Aufheller enthalten, sowie auf Weichspüler verzichtet werden. Diese Stoffe sind in den Klärwerken schwer abbaubar. Besser sind Kompakt- oder Waschmittel im Baukastensystem. Und: Lassen Sie im Interesse der Umwelt und Ihrer Kosten Wasch- und Geschirrspülmaschinen nur voll gefüllt laufen.
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